Gießener Geographische Gesellschaft Vortragsreihe der GGG

Vortragsreihe der GGG

Aktuelle VortragsreiheChronik der Vorträge

Liebe Mitglieder, Besucher und Vortragende der Gießener Geographischen Gesellschaft (GGG),

 

Beginn des WiSe 2023/24 ist ab 16.10.2023
Herzlich Willkommen zu unseren neuen Vorträgen – wieder in Präsenz im Zeughaushörsaal, Senckenbergstraße 03
Ihre GGG

 

 

Aktuelle Vorträge

Datum und Uhrzeit : Mo. 06.11.2023 18:15 Uhr

Ort : Hörsaal Zeughaus

Dietmar Steinbach, StD, Butzbach

„Was haben Wasserschildkröten und Buntbarsche mit der Energiegeschichte in der Wetterau zu tun?

Ausgefallen

Um sich dieser Frage zu nähern, wird auf die Historie der Braunkohlegewinnung in Mittelhessen, deren Ende in den 1990er Jahren und den sich daran anschließenden Strukturwandel eingegangen. Es soll der Bogen von einem Abriss der geographisch relevanten Fakten hin zu konkreten unterrichtlichen Konzeptionen mit direkten Bezügen zum 2022 in kraftgetretenen Kernkurrikulum für die gymnasiale Oberstufe gespannt werden. Der Fokus liegt auf dem Raumbeispiel Wölfersheim in der Wetterau und der schulischen Querschnittsaufgabe Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE). Der Vortrag ist so konzipiert, dass er sich in großen Teilen auch an Schülerinnen und Schüler richtet, die aktuell einen Geographie-Grund- oder Leistungskurs in der aktuellen Q3 besuchen.

 

 

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Das aktuelle Programm der GGG
finden sie hier

 

 

Datum und Uhrzeit : Mo. 27.11.2023 18:15 Uhr

Ort : Hörsaal Zeughaus

Mário Jorge Alves, M.A., Gießen

„Leichen im Keller – Human Remains und die Aufarbeitung kolonialen Erbes im Oberhessischen Museum in Gießen.“

 

Während der deutschen Kolonialzeit Ende des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts wurden Gegenstände aus allen Teilen der Welt in Massen gesammelt und es wurden sogar ganze Museen dafür errichtet. Die Gießener Sammlung, die 1910 gegründet wurde, ist ein repräsentatives Beispiel. Die heute noch existierende ethnographische Sammlung des Oberhessischen Museums gehört zu den größten und vielfältigsten in Hessen. Doch warum und unter welchen Umständen kamen Objekte aus allen Teilen der Erde nach Gießen? Welche Rolle spielten dabei Handel, Wissenschaft und Gewalt? Als erstes hessisches Museum hat das Gießener Museum erfolgreich ein Provenienzforschungsprojekt zu den Objekten aus den ehemaligen Kolonien Kamerun und Deutsch-Ostafrika (Tansania) abgeschlossen und wendet sich nun der Problematik von Human Remains in der Sammlung zu. Der Ethnologe und wissenschaftliche Mitarbeiter des Gießener Museums Mário Jorge Alves stellt in seinem Vortrag die Entstehungsgeschichte der Ethnographischen Sammlung dar und gibt Einblicke in die aktuelle Provenienzforschung zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes des Oberhessischen Museums.


 

 

Datum und Uhrzeit : Mo. 11.12.2023 18:15 Uhr

Ort : Hörsaal Zeughaus

Prof. Dr. Gerhard Gerold, Göttingen

„Klimawandel und der Untergang von Hochkulturen. Was lehrt uns die Geschichte und Geographie?“

 

Der Zusammenbruch alter Hochkulturen wird aufgrund neuer paläoklimatischer Forschungsergebnisse vermehrt in Verbindung mit plötzlichen Klimaveränderungen gebracht. Dargestellt wird aufgrund einer Zusammenschau von archäologischen und paläoklimatischen Erkenntnissen, unter Berücksichtigung der damaligen ökonomischpolitischen und religiös-kulturellen Verhältnisse, der Kollaps der spätbronzezeitlichen Hochkultur (östl. Mittelmeerraum) und der Mayareiche. Dabei wird auch ein Vergleich von damaligen und heutigen Umweltkrisen (z.B. Klimakrise, Ernährungskrise) aufgezeigt.


 

 

Datum und Uhrzeit : Fr. 15.01.2024 18:15 Uhr

Ort : Hörsaal Zeughaus

Prof. Dr. Martin Bergmann, Gießen

„Wie der Mensch zu seinen Haustieren kam.“

 

Der Mensch ist die einzige Spezies, die es geschafft hat, eine große Zahl von Tierarten zu domestizieren und damit für seine Zwecke so zu manipulieren, so dass sich viele Haustiere von ihren wilden Vorfahren genotypisch und phänotypisch deutlich unterscheiden. Der Vortrag befasst sich mit der Domestizierung und Nutztiere, von Hund und Katze, der Wiederkäuer Rind, Ziege und Schaf sowie Schwein, Pferd und Huhn. Die Domestizierung des Hundes begann bereits in der Altsteinzeit vor ca. 30.000 Jahren in Ostasien. Mit der Etablierung der Landwirtschaft im „fruchtbaren Halbmond“ vor ca. 10.000 Jahren folgten Rind, Ziege, Schaf, Schwein und Katze. Das Pferd wurde vor. 6.000 Jahren in den Steppen Osteuropas domestiziert. Das Haushuhn lässt sich erstmalig in Thailand vor etwa 3.000 Jahren im Zuge des Reisanbaus nachweisen und gelangte erst in geschichtlicher Zeit nach Europa. Die Domestizierung veränderte nicht nur die domestizierten Spezies selbst, sondern hatte auch tiefgreifende Auswirkungen auf den Menschen, so dass man von einer „Ko-Evolution“ spricht, wie am Beispiel der Wiederkäuer in Bezug auf Laktosetoleranz und Milchwirtschaft gezeigt werden kann.


 

 

 

Datum und Uhrzeit : Mo. 29.01.2024 18:15 Uhr

Ort : Hörsaal Zeughaus

Prof. Dr. Christoph Dittrich, Göttingen

„Indiens Städte: Strategien der Modernisierung und Widersprüche megastädtischen Lebens.“

In den indischen Megastädten konzentrieren sich die ganze Widersprüchlichkeit von Globalisierung und das paradoxe Verhältnis zwischen Luxus und Elend auf engsten Raum. Der Vortrag basiert auf jahrelangen eigenen Forschungen und thematisiert am Beispiel der Großmetropolen Bengaluru (Bangalore) und Hyderabad die fragmentierten Lebenswelten und drängendsten Problemlagen und fragt auch nach Lösungsansätzen.


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Informationen für Lehrerinnen und Lehrer:

Die mit dem obigen GGG- Symbol  gekennzeichneten Vorträge sind vom Staatlichen Schulamt als Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer akkreditiert.
Teilnehmende LehrerInnen wenden sich bitte an die Abendkasse. Dort liegen Listen zum Eintrag des/r Teilnehmers/in, persönliche Adresse und Schulanschrift aus.
Zukünftig veranstaltet die Gießener Geographische Gesellschaft mehrere Vorträge je Sommer- und Wintersemester zu verschiedenen aktuellen geographischen Themen. Der Eintritt ist für GGG-Mitglieder frei und beträgt für Noch-Nicht-Mitglieder 3,- Euro, für Schulklassen – bitte vorher telefonisch anmelden – ist der Eintritt ebenfalls frei.