Vortragsreihe der GGG

Aktuelle VortragsreiheChronik der Vorträge

Liebe Mitglieder, Besucher und Vortragende der Gießener Geographischen Gesellschaft (GGG),

 

Beginn des SoSe 2022 ist ab 25.04.2022
Herzlich Willkommen zu unseren neuen Vorträgen – wieder in Präsenz im Zeughaushörsaal, Senckenbergstraße 03
Ihre GGG

Aktuelle Vorträge

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Das aktuelle Programm der GGG
finden sie hier

Datum und Uhrzeit : Mo. 25.04.2022
Ort : Hörsaal Zeughaus

 

– Prof. Dr. Sardar Kohistani, Kabul –

 

„Afghanistan unter den Taliban. Perspektiven für eine künftige Entwicklung.“

 

 

Seit August 2021 haben die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen. Sie haben eine Regierung gebildet, die aus ihrer eigenen Miliz besteht. Diese Regierung wird weder von der internationalen Gemeinschaft noch von den Nachbarländern anerkannt. Die Situation im Land ist sehr tragisch und die Zukunft des Landes bleibt unklar. Unsicherheit, sektiererische und ethnische Gewalt, Menschenrechtsverletzungen, Arbeitslosigkeit und mangelnde Grundversorgung im Land setzen die Bevölkerung unter extremen Druck. Hunderttausende Menschen haben das Land bereits verlassen, während andere immer noch Wege aus dem Land suchen. Die heutigen Machthaber versuchen sich moderat darzustellen, aber innenpolitisch ziehen sie ihre Restriktionen gegenüber den Menschen immer enger. Welche Perspektiven hat das Land für die Zukunft und wie lassen sich die Ergebnisse des 20jährigen Wiederaufbaus einordnen?

 

 
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Datum und Uhrzeit : Mo. 09.05.2022, 18.15 Uhr
Ort : Hörsaal Zeughaus 

 

– Dr. Christine Issa, Düsseldorf –

 

„Von Bildungs- zu Angsträumen? Lernkulturen in Afghanistan zwischen Tradition, Religion und Moderne.“

 

 

Bildung ist ein Schlüssel zur Befriedung von Konflikten und Entwicklung, besonders wenn gegenseitiges Verständnis, Respekt und Toleranz gefördert werden können.
Nach der erneuten Machtergreifung der Taliban im August 2021 wird Bildung und insbesondere die Hochschulbildung an Afghanistans Universitäten im Sinne
der Ideologie der Taliban instrumentalisiert. Gleichzeitig erzeugt der Braindrain gebildeter Fachkräfte aus dem Land heraus ein politisches Dilemma und zeigt die Fragilität der seit 2002 wiederaufgebauten Bildungs- und Hochschulstrukturen, als ein Spiegel aktueller gesellschaftlicher Strukturen.
Der Vortrag lädt zur Diskussion ein, ob und wie historische und moderne Lernkulturen Afghanistans dazu beitragen
können, in dem aktuellen Spannungsfeld der politischen Neuordnung, Perspektiven für die im Land verbliebenen Afghan*innen zu schaffen.

 

 

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Datum und Uhrzeit : Mo, 23.05..2022, 18.15 Uhr
Ort : Hörsaal Zeughaus

 

– Prof. Dr. Fabian Thiel, Frankfurt –

 

„Wiederaufbau in Syrien – Perspektiven und Hoffnungen.“

 

 

Im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP werden den Wiederaufbauplänen für Syrien, das derzeit ein Wiederaufflammen der kriegerischen Handlungen erlebt, prominenter Raum eingeräumt. Dort heißt es unter anderem: Wir werden die geordneten Verfahren des Resettlement anhand der vom UNHCR gemeldeten Bedarfe verstärken. Wir werden ein humanitäres Aufnahmeprogramm des Bundes in Anlehnung an die bisher im Zuge des Syrien-Krieges durchgeführten Programme verstetigen (Zeilen 4807-4810) und unterstützen aktiv die VN-geführten Friedensprozesse dieser Konflikte (Zeilen 5279-5282). Im Vordergrund dieses Vortrags stehen die geographischen, planerischen, juristischen und architektonischen Instrumente für Resettlement und Wiederaufbau in Syrien. Besonderes Augenmerk wird auf aktuelle wissenschaftliche und praktische Ansätze des Geodatenmanagements und der digitalen Rekonstruktionswerkzeuge zur Wiederherstellung der rechtlichen und baulichen Infrastruktur, aber auch des Kulturguts in der nordsyrischen Stadt Aleppo gelegt. Die oft beschriebene „Stunde null“ ist in Aleppo durch Grundstückstransaktionen und Investitionen von Warlords in Immobilien längst verstrichen. Dennoch besteht für Resignation gegenwärtig kein Grund. Abschließend soll die Frage erörtert werden, welche Empfehlungen für ein geographisches und rechtliches Toolkit für Post-Konfliktstädte gegeben werden können.

 

 

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Datum und Uhrzeit : Sa, 18.06.2022, 18.15 Uhr
Ort : Hörsaal Zeughaus und digital per ZOOM

 

Sonderveranstaltung „Gießener Tag der Außen- und
Sicherheitspolitik“ in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP)
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– Michael Brauckhoff (GSP), Andreas Dittmann (JLU) –

 

„Russland im Spannungsfeld von Geostrategie und Geopolitik.“

 

 

 

Spätestens der völkerrechtswidrige Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 hat die strategischen Grundzüge und die globalen Auswirkungen einer von langer Hand vorbereiteten Expansionspolitik deutlich gemacht. Russische Geopolitik und Geostrategie sind derart komplexe und aktuelle Themenfelder, dass sie nicht in nur einem Vortrag abgehandelt werden können. Daher führt die Gießener Geographische Gesellschaft (GGG) in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) eine ganztägige Sonderveranstaltung durch, bei der Experten ihre Schwerpunkte in verschiedenen analogen Formaten darstellen. Für Diskussionsmöglichkeiten, den Austausch mit den Referenten und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt; eine vorherige Anmeldung bei der GGG erforderlich.“.

 

 

Programm zum Herunterladen (Aktuelles Programm folgt in kürze)!

https://ggg.geographie-giessen.de/wp-content/uploads/2021/11/GGG_GSP_13.11.21_Programm.pdf

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Datum und Uhrzeit : Mo, 04.07.2022
Ort : Hörsaal Zeughaus

 

– Dr. Christian Johannes Henrich, Siegen –

 

„Armenien zwischen Russland und den Nachbarstaaten.“

 

 

Armenien liegt im Südkaukasus und grenzt an die Erzfeinde Aserbaidschan und Türkei, sowie an Georgien und den Iran. Es ist eines der ersten Länder, die den christlichen Glauben angenommen haben und lebt diese Tradition. Als früherer Teil des Osmanischen Reiches verbinden heute Armenier mit der Türkei häufig die schrecklichen Ereignisse des Aghet (Katastrophe). Allerdings ist die Türkei auch das Zielland zahlreicher Armenier, die als illegale Einwanderer von der Türkei geduldet werden und somit der Armut des eigenen Landes entfliehen. Außenpolitisch hängt sich Armenien oft an Russland und hat dadurch traditionell nicht die besten Beziehungen zu den Nachbarstaaten. Mit Aserbaidschan verbindet Armenien seit einem Jahrhundert ein Territorialstreit um die Region Bergkarabach, der sich vor zwei Jahren in einem kurzen Krieg entlud. Auch gegenüber Georgien und der Türkei erhebt die Regierung in Eriwan Gebietsansprüche.

 

 

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Informationen für Lehrerinnen und Lehrer:

Die mit dem obigen GGG- Symbol  gekennzeichneten Vorträge sind vom Staatlichen Schulamt als Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer akkreditiert.
Teilnehmende LehrerInnen wenden sich bitte an die Abendkasse. Dort liegen Listen zum Eintrag des/r Teilnehmers/in, persönliche Adresse und Schulanschrift aus.
Zukünftig veranstaltet die Gießener Geographische Gesellschaft mehrere Vorträge je Sommer- und Wintersemester zu verschiedenen aktuellen geographischen Themen. Der Eintritt ist für GGG-Mitglieder frei und beträgt für Noch-Nicht-Mitglieder 3,- Euro, für Schulklassen – bitte vorher telefonisch anmelden – ist der Eintritt ebenfalls frei.